FREUNDE FRANKFURTS

Die Rathaustürme „Langer Franz“ und „Kleiner Cohn“

Neben den Kirchtürmen bestimmten bis zum Zweiten Weltkrieg als Symbole der weltlichen Macht zwei eindrucksvolle städtische Türme das Bild der Altstadt. Beide wurden im Stil des Historismus von zwei führenden Frankfurter Architekten, Ludwig Neher (1850—1916) und Franz von Hoven (1842—1924), zwischen 1900 und 1908 im Rahmen der Rathausneubauten errichtet. Es ist einmal der an der Ecke Bethmannstrasse und Buchgasse stehende „Lange Franz“, im Volksmund so genannt nach dem damaligen Bürgermeister Franz Adickes (1846—1915), zum anderen der „Kleine Cohn“ an der Ecke von Buch- und Limpurger Gasse. Ob der Name Cohn sich auf einen bestimmten Frankfurter Bürger bezieht ist unbekannt. Als wahrscheinlicher gilt die Erklärung, dass er Zeichen eines grundsätzlichen Respekts vor den der Stadt gegenüber besonders großzügigen jüdischen Mitbürgern so genannt wurde.

Rathaustürme
Die Rathaustürme „Langer Franz“ (1) und „Kleiner Cohn“ (2) vor der Zerstörung der Altstadt

Beide Türme wurden im Krieg beschädigt und weniger hoch und in vereinfachter Form aufgebaut. Schon 1984 bemühte sich der frühere Vorsitzende der FREUNDE FRANKFURTS, Johann Philipp Freiherr von Bethmann um die Rekonstruktion dieser für die historische „Skyline“ Frankfurts wichtigen Türme.

Trotz einer von ihm angebotenen großzügigen Spende stimmte die Stadt nicht zu. In Anbetracht der sich langsam ändernden Einstellung zu historischen Bauten, lohnt es sich, das Projekt weiter zu verfolgen

Aktualisierung: 23.03.2016