FREUNDE FRANKFURTS

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Prehns Bilderparadies

Da es jetzt wieder möglich ist Museen zu besuchen möchten wir Sie an dieser Stelle auf eine Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt aufmerksam machen. Seit dem 20. Mai 2021 ist dort die Ausstellung „Prehns Bilderparadies“ aufgebaut und jetzt auch zu besuchen. Der Ausstellung zugrunde liegt eine 10jährige Forschungsarbeit zu der Sammlung.

Prehns Bilderparadies

Der vermögende Zuckerbäcker und Kaufmann Johann Valentin Prehn, geboren 1749, war bekannt für seine opulenten Tafelaufsätze aus Zucker und für seinen Handel mit Spezereien. Sein Einkommen ermöglichte es ihm eine Sammlung von über 800 kleinformatigen Gemälde ganz unterschiedlicher Epochen und Genres zusammen zu tragen. Diese Miniaturen sowie die in seinem Besitz befindlichen großformatigen Bilder und Kuriositäten verwahrte und präsentierte er in seinem Wohnhaus auf der Zeil.

Bei den gesammelten Werken handelt es sich teilweise um Kopien bekannter Kunstwerke, Gemäldefragmente oder Teile aus Hausältären. Gesammelt wurde was gefiel. Das bedeutendste Kunstwerk, das er besaß ist das „Paradiesgärtlein“ eines unbekannten oberrheinischen Meisters welches heute als Dauerleihgabe im Städel ausgestellt wird. Die Miniaturen rahmte Prehn selbst und arrangierte sie symmetrisch in 32 Klappkästen, bis zu 24 Bilder in einem Kasten. Diese konnten bei Bedarf aufgeklappt und auf einer Staffelei zu Schau gestellt werden. Die erotischen Bilder versah der Sammler mit einem kleinen Vorhang vor dem Bild.

Nach seinem Tod 1821 sollten Prehns Kunstwerke auf Wunsch der Erben versteigert werden lediglich die 32 Klappkisten zog Ernst Friedrich Carl Prehn der Sohn von des Sammlers aus der Versteigerung zurück und schenkte 1839 die Miniaturen der Stadt Frankfurt. Ausgestellt wurden Sie in der Stadtbibliothek.
Bis zum 16. Januar 2022 können sich Besucher an 9 der 32 Klappkästen im Historischen Museum erfreuen.

Im Glanz heiliger Stätten – St. Leonhard in Frankfurt am Main

In der Annenkapelle des Karmeliterklosters Frankfurt sind zurzeit die Funde aus der Kirche St. Leonhard zu sehen.

Ausgestellt sind der 2012 in der Kirche gefundene Atzmann, eine lebensgroße aufrecht stehende Figur mit einer Pultplatte und liturgischen Gewändern.
Spenden von Mitgliedern der Freunde Frankfurts haben es ermöglicht, die Kosten für die Restaurierung der Figur zu übernehmen.

Ebenso zu sehen sind Fragmente des Heiligen Grabes aus St. Leonhard sowie eine Beweinungsgruppe aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Besucher werden gebeten ein Zeitfenster für den Besuch online zu buchen.

Aktualisierung: 03.07.2021